Projektziele

Handbuch für die Beratung

Ziel von aktionberatung ist es, ausgehend von bislang entwickelten Modellen zur Beratung und Therapie von suchtmittelkonsumierenden Menschen, für den Personenkreis mit geistiger Behinderung ein entsprechendes Beratungskonzept zu erarbeiten und zu erproben sowie Implementationshilfen, praxisgerechte Anleitungen und Handreichungen zu entwickeln, die den Fachkräften der Suchthilfe und den Fachkräften der Behindertenhilfe die Umsetzung und Anwendung dieser Konzeption in der täglichen Arbeit ermöglichen sollen.

Datenbank

Die in aktionberatung gewonnenen Erkenntnisse werden im Rahmen einer Datenbank gesichert und veröffentlicht. Die Datenbank wird als Informations- und Medienpool zur Suchtberatung für Menschen mit geistiger Behinderung erarbeitet und gestaltet. Er soll allen interessierten Personenkreisen via Internet zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung gestellt werden (www.aktionberatung.de).

In der Datenbank werden Arbeitsmaterialien, Medien, methodisch-didaktische Anleitungen, Informationen über kritische Substanzen und deren Wirkungen, medizinische und pharmakologische Informationen, sonderpädagogische und suchthilfespezifische Informationen für Fachkräfte der Behindertenhilfe und Suchthilfe gesammelt.

Ebenfalls sollen dort Praxisanleitungen und Ansprechpartner für die Einführung, Anwendung und Qualifizierung von Beratungskonzepten für Menschen mit geistiger Behinderung und problematischen Substanzkonsum gesammelt und bewertet werden.

Partizipation, Teilhabe und Vernetzung

Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Organisationen sind an der Entwicklung und Bewertung der Projektarbeit aktiv zu beteiligen. Dem Grundgedanken der UN-BRK folgend, werden sie von Beginn an in aktionberatung als „Experten in eigener Sache“ partizipieren und mitwirken.

Daher wird aktionberatung die Selbstvertretungsorganisationen und die Fachverbände geistig behinderter Menschen auf Bundesebene über die Projektergebnisse informieren. Diese Informationsplattformen werden durch die kooperierenden Verbände initiiert, deren Kooperationserklärungen beiliegen (s. Anlage 12)

Darüber hinaus bestehen in den Spitzen- und Fachverbänden der Freien Wohlfahrtspflege entsprechende Selbstvertretungsgremien, die über die Projektziele und –arbeit informiert werden. Die Fachverbände sind eine wichtige Zielgruppe, die Ergebnisse der Projektarbeit zu kommunizieren und weiter zu verbreiten.